Unsere Liebe sind Sammlungen Screenshots

»Ich will deine Muse sein.«
»Screenshot!«

Bildschirmfoto 2015-07-14 um 14.27.36Dadurch entstehen seltsame Bilder – z.B. durch Glas oder durch ein Prisma. Ich für meinen Teil finde das natürliche Geräusch von Kindern viel schlimmer, als das Rauschen der vorbeifahrenden Züge. Ausgesprochen tut es mir schon wieder ein wenig leid – der seltsam verstohlene Blick. „Das kommt noch.“ meint er. Ich schüttle den Kopf. Ich bin optisch wahrscheinlich kein Mensch. Ich habe einen krummen Rücken vom Tippen und zerkaute Fingernägel vom Denken.

Bildschirmfoto 2015-07-14 um 14.41.34Ich kann dem nichts mehr hinzufügen. Es ist ganz einfach: So wie du willst, werde ich nie sein können. Sie nickt. Sie nickt, obgleich sie es nicht versteht. Würde sie es verstehen, würde sie gehen. Stattdessen nickt sie nur und ihr Nicken quält mich. Jetzt ist kurz Ruhe.

Bildschirmfoto 2015-07-14 um 14.47.52Aber in ein paar Tagen werde ich wieder etwas nicht richtig machen. Dann werde ich nicht zugehört haben oder nicht rechtzeitig geantwortet oder ich werde nicht aufmerksam gewesen sein, nicht fürsorglich oder verständnisvoll. […] Es interessiert mich nicht. Ich will meine Ruhe. These: In einer Beziehung sucht die Frau eher die Reibung und der Mann die Harmonie.

seele
»Entschuldigung!« –
»Wofür?« –
»Dafür, dass ich bin, wie ich bin.« –
»Jeder Mensch müsste das eigentlich sagen.« –
»Ja. Jeder Mensch ist eine Zumutung.« –
»Statt: Ich liebe dich! Sollten wir besser: Ich ertrage dich! sagen.«

nichtsDas ist wieder so typisch für dich. Du kaufst die Hasstiraden im Lotterielos. Meine Hand verharrt noch eine Weile in der Luft, nachdem du gehst. Wie lange kann ein Mensch auf einem anderen liegen, bis er ihn erdrückt. Sreenshot.

liebereiss

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Abschiedsbrief 22.06.2015

Ich würde mich gerne umbringen. Ich kann es nicht aber ich will es so unbedingt. Ich will einfach nicht mehr leben. Ich verstehe dieses Leben nicht. Ich verstehe mich nicht. Ich kotze jede scheiß Nacht meine Seele aus dem Leib, weil ich dieses grausame Leben nicht verstehe. Ich weiß nicht, warum ich mich selbst so sehr hasse. Es ist einfach da. Es kommt von ganz tief drinnen und es macht mir dieses starke Bedürfnis, mich ein Mal komplett umstülpen zu müsse, nur um zu wissen, ob da irgendwo vielleicht doch ein Mensch ist. Es ist einfach da und dann versuche ich, es auszukotzen aber dann in der nächsten Nacht ist es wieder da und dann wieder und dann wieder und dann wieder. Und mein Leben ist nur Schein. Es ist ein Abbild dessen, wie ich mir ein Leben vorstelle – Dinge tun, Menschen treffen, sich beschäftigen so lange es hell ist. Aber ich lebe nicht. Ich bin das nicht. Das ist eine Vorstellung, ein Abbild von mir, eine Rolle, die ich nach Außen spiele. Damit niemand sieht, wer ich wirklich bin. Denn ich bin dieses kotzende Mädchen und mehr nicht. Ich bin dieser Mensch, der kein Mensch ist, weil mein Wesen ist einzig und allein Selbsthass und das ist kein Mensch, das ist kein Leben. Und ich bin so krank, dass ich diese Worte, die ich gerade geschrieben habe, jetzt nicht so stehen lassen kann – sondern ich muss sie nehmen und daraus Literatur machen. Das ist mein erster Impuls. Damit sie ihre Macht über mich verlieren. Damit ich zurück kann hinter die Maske und tagsüber so tun kann, als wäre alles okay und als wäre ich ein Mensch, der ein Leben hat.

Abschiedsbrief 22.06.2015