freiheit beginnt im kopf

Mein Photoprojekt stellt eine dokumentarische Arbeit zum Thema gelebter Homosexualität dar. Hierfür möchte ich homosexuelle Paare in ihrem Lebenskontext als Paar photographieren an den je eigenen Orten, die Ausdruck für das Zusammensein sind, d.h. sowohl Zuhause und beim Einkaufen, also im Alltag, als auch an Orten, die für die Beziehung und das Leben in einer Partnerschaft von Bedeutung sind (Ort des ersten Kennenlernens, Orte, an denen man sich besonders wohl fühlt etc.). Die Bildsprache ist an der Schnittstelle zwischen dokumentarischer Photographie und Portraitphotographie angelegt und beinhaltet sowohl Schwarzweißaufnahmen als auch Farbaufnahmen. Ich will mit mind. vier Paaren arbeiten und sehe für jedes Paar eine Photostrecke von mind. vier Bildern vor. Dabei sollen sowohl Einzelaufnahmen der Personen gemacht werden, als auch Aufnahmen ihres Umfelds, sowie Aufnahmen, die ihr gemeinsames Leben abbilden. Ich werde mit natürlichem Licht arbeiten bzw. die Möglichkeiten vor Ort nutzen und digital photographieren. Mein Ziel ist es, eine Bildsprache zu entwickeln, die deutlich macht, dass Liebe in erster Linie starke, gegenseitige Zuneigung und den Willen, als Paar zusammenzuleben bedeutet, unabhängig von Geschlecht und sexueller Identität und dass dieses Gefühl unbedingter Freiheit bedarf. Als Photographin sehe ich mich in der Pflicht, Bilder zu schaffen, die den Blick auf die Vielfalt des Lebens öffnen. Mein Projekt stellt eine direkte Antwort auf die jüngst aufgekommene Welle von Homophobie dar, deren Anhänger nicht selten mit dem Argument auffahren, die homosexuelle Liebe sei defizitär, da sie keine Kinder hervorbringe. Diesem engstirnigen Denken, welches zahlreichen Menschen der Möglichkeit eines freien, selbstbestimmten Lebens beraubt, möchte ich meinen Blick entgegensetzten: „Die wahre Liebe ist ein Gewebe von Bindungen, das einen werden lässt.“ ― Antoine de Saint-Exupery

 

Über mich:

Ich heiße Sarah und studiere im dritten Semester Photographie an der Technischen Kunsthochschule in Berlin. Ich arbeite als freie Photographin. Meine Schwerpunkte sind Portraitphotographie und konzeptuelle Photographie. Hier ein Einblick in meine bisherigen Arbeiten: www.sarah-berger.de
Kontakt: mail(at)sarah-berger.de
Die dokumentarische Arbeit ist gebunden an das Seminar redaktionelle Photographie an der technischen Kunsthochschule Berlin und wird zusammen mit kleinen Interviewfragmenten in einer fiktiven Zeitung als Bildserie veröffentlicht.

Advertisements

Ein Gedanke zu “freiheit beginnt im kopf

  1. Heine schreibt:

    Der Mensch wird. Der Mensch ist nicht.
    sagt, zurecht, Josef Pieper.
    Der Mensch will werden, wer er sei – so auch und durch: vor Gott.
    Wo sehen die Menschen hin, dass sie Werden nicht sehen.
    Denn sie sehen nicht sich selbst
    also können sie nicht hören.

    Deutschland + Bildung = Armut

    PS: Lass mich sagen, die Wirklichkeit liebt dich
    darum, du Platz ihr hast geschaffen.

    Die meisten Menschen sind geblendet von der Sonne.
    Sie sehen ja nur.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s