Abschiedsbrief 06.08.2015

Jetzt kann ich über die Liebe schreiben. Über die verbrauchte. Über die vergehende Liebe. Über meinen sehr vollen Kopf. Meinen übervollen Kopf. Über meine Wut. Über meine Angst. Über meine Angst, wie du mich verbrauchst. Wie mich jeder irgendwie für sich verbraucht. Wie du mein Ich zerquetschst – was am Ende dann mein Leben und mein kleines Herz zerbombt. Wie du mich nur liebst, wenn ich mich ganz in dir auflöse. Wie ich diese Männer gleichsam liebe und hasse. Wie es mich bewegungslos macht und einsam. Niemals bin ich einsamer, als in der Gegenwart eines solchen Mannes. Dann existiere ich nicht. Aber ich will genau das – ich will nicht existieren. Vielleicht ist meine Sehnsucht nach dir zugleich die Sehnsucht danach, nicht zu existieren. Nichts von dem, was in Büchern steht, ist Wirklichkeit – ihr Spinner. Schön nicken. Schön zuhören – schön weit weg sein. Dann sagst du: Da sind noch attraktivere Frauen, die vielleicht nicht so ein Problem mit Nähe haben. Da sind noch andere Menschen. Da ist noch eine ganze Welt außerhalb von mir. Da ist noch eine ganze Welt, die mich nicht braucht.

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