dreiundzwanzigster juli

Manche verstehen es nie. Wie anstrengend muss dieses Leben sein.

 

Leichter Geruch nach Regen – und der Himmel strahlt. Julie zerknüllt den Bogen Papier – was wäre wenn. Julie wüsste gerne, welches Ich sie kennt.

 

Wonach suchst du? Kleine Ströme der Begeisterung – warum meine Person? Ich halte mich für schwach – nicht attraktiv. Wertlos. Wer mich wirklich liebt, ist noch weniger Wert als ich – deshalb wende ich mich ab. Dann heute – Geburtstag – so viele Grüße – woher kommt mein Wert? Was kann ich einem Menschen schon geben – der Briefkasten – viel Verflossenes. An meinen Händen klebt die Marmelade. Es wird Zeit, alles raus zu schreiben – dieser absurd dumme Mensch und meine Leidenschaft für absurd dumme Menschen. Und ich gehe die Straße entlang, oder Norah oder Julie – irgendein Teil von mir eben – gerne mit der Sonne im Gesicht – gerne lang, gerne einfach. Was auch immer.

 

Gerne ein Leben lang nur Blicke rüber von der Straßenecke – wie auch immer – die Künstler eben.

 

Berlin Geschichten – die Berliner Beziehung eben – etwas Echtes – aber nicht zu echt – bitte nichts investieren. Individualität aber nichts Echtes. Der moderne Biedermeier – die erwachsenen Künstler. Strukturiert ein bisschen einen auf Chaos machen – endlich sitze ich hier und Worte sind alles was ich bin – Worte. Vielleicht sind Worte doch mehr als Handlungen – es ist immer die Frage, mit welcher Perspektive man die Welt sehen will – in welcher Perspektive. Der Spatz in der Hand – wirklich? Was in den Händen ist kann gerne auf den Boden fallen – sowieso – es fällt. Was ist mit Worten – sie bleiben doch im Bewusstsein – sie legen sich ins Bewusstsein und bilden neue Stränge – Gedanken. Ja – im Blick zurück entstehen die Dinge – in den Gedanken – im Gebilde – das Gebilde – Einbildungskraft. Und hier schließt sich der Bogen: es war immer ein schöner Gedanke aber dann – ein armes, absurdes Geschöpf. Hätte ich dich also besser in Gedanken behalten sollen? Die Menschen spüren es – sie spüren das Echte – das Verlangen, etwas zu zeigen. Es funktioniert dann in beide Richtungen – und jetzt?

 

Es ist schön und es freut – ich will es behalten. So viele Nachrichten – so viele Glückwünsche und echte Menschen, die mich irgendwie auch kennen – diesen Teil von mir und die das schätzen – diesen Teil von mir. Und Wind.

 

Das schwere bleibt mein Kopf. Und das Abwägen. Kein Gefühl mehr. Nur die, die mich nicht schätzen – es ist absurd. Was soll das also?

 

Über die Brücke – du weißt was heute ist. Über die Brücke und auf der Brücke – das ist zu viel. Kafka über die Brücke gelegt – Kafka – die Brücke. Ufer – es trennt sich. Ja – das Gelebte.

 

Schreibst du auch Gedichte? Es sind nur Gedanken.

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2 Gedanken zu “dreiundzwanzigster juli

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