carpe diem – nicht?

Da sitzt du nun und entschuldigst dich mit ich war in einer dunklen Phase. Fein raus geredet, nun mehr bärtiger Mann – vielleicht reicht es für dein schlechtes Gewissen, für meine Freundschaft reicht es nicht. Du sitzt da und es bleiben nur ein paar Sätze, du bist schon wieder bei dir – kein Stipendium bekommen, bescheidene Studentenbude – billig, denn kein Geld und die Arbeit auch nur ein kümmerlicher Rest dessen, was du erreichen wolltest. Bewegst dich in dieser alten Stadt, alle Freunde schon im Aufbruch begriffen nur du – du bleibst. Im Winter dann eine Depression – wie interessant, denke ich und habe Mitleid – aber Mitleid? Kein gutes Gefühl, um einem Freund entgegen zu treten. Deine Augen sind blau, wie sie es immer waren aber in ihnen liegt nun ein Schatten und irgendwie liegst du nur – liegst im Stuhl wie schon begriffen im Vergehen, denn du zergehst – es ist vorbei – du bist vorbei und das Glühen, dein Schwung ist vergangen, so vergangen und deine Vergangenheit ist meine Vergangenheit aber jetzt sitzen wir hier und sind weit entfernt. Du nennst dich selbst ein Arschloch und Zeitverschwendung – es reicht für dein schlechtes Gewissen, für meine Freundschaft reicht es nicht. Ich habe dir Hände gereicht und wenige waren es nicht. Aber vielleicht willst du auch keine Freundschaft – wahrscheinlich willst du nur Ruhe – Ruhe – nicht zu letzt im eigenen Kopf. Aber Ruhe bedeutet auch Stillstand. Und wahrscheinlich habe ich nichts gelernt aber mit jedem Wort, gehe ich einen Schritt weiter.

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